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Tarifvertrag ärzte 2020 marburger bund

Tarifvertrag ärzte 2020 marburger bund

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Wie zu Beginn der Krise ist der Hauptgrund für die steigende Zahl von Infektionen der Mangel an Schutzausrüstung. Wie die Süddeutsche Zeitung berichtet, gaben 38 Prozent der Befragten nach einer aktuellen Umfrage der Ärztekammer Marburger Bund an, dass ihnen noch immer Schutzausrüstung fehlt. “Atemschutzmasken mit Feinpartikelfiltern (FFP2 und FFP3) fehlen ebenso wie Kleider, Schutzbrillen, Visiere, Handschuhe und sogar einfache chirurgische Masken.” Auch Gesamtmetall-Chef Rainer Dulger begrüßte die Entscheidung des Gerichts und erklärte, dass die tariflichen Tarifverhandlungen in Deutschland ohne Tarifeinheit nutzlos seien. Wenn es Letzteres nicht gäbe, könnten die Gewerkschaften jederzeit Arbeitskampfmaßnahmen ergreifen, auch dort, wo bereits ein Tarifvertrag bestand, wodurch die Betriebe gelähmt würden. Der Marburger Bund als einzige Ärztegewerkschaft in Deutschland hat mit den verschiedenen Krankenhausbetreibern spezielle Tarifverträge abgeschlossen. Löhne und andere Arbeitsbedingungen (z. B. Arbeitszeiten) variieren je nach Tarifvertrag leicht. In kommunalen Krankenhäusern verdienen Ärzte derzeit ein monatliches Bruttogehalt zwischen 4.512,45 € (erstes Berufsjahr) und 5.800,44 € (sechstes Berufsjahr).

Die monatlichen Bruttogehälter für Spezialisten liegen zwischen 5.955,71 € (1. Jahr) und 7.648,64 € (ab 13. Jahr). Diese Gehälter gelten für eine wöchentliche Arbeitszeit von 40 Stunden. Zusätzliche Bereitschaftsdienste und Überstunden werden extra bezahlt. Ein weiterer Grund für die Ausbreitung ist der anhaltende Mangel an Tests. Nach Angaben des RKI liegen ihr keine Daten darüber vor, inwieweit Tests in Krankenhäusern und Pflegeheimen durchgeführt werden. Seit Beginn der Krise fordern Ärzte- und Patientenvertreter umfassende Tests, die systematisch von Berufsgruppen durchgeführt und aufgezeichnet werden. In Kliniken und Pflegeheimen ist es immer noch an der Tagesordnung, dass potenziell infiziertes Personal so lange im Einsatz ist, bis Symptome auftreten. Der Grundsatz, dass in einem Betrieb nur ein Tarifvertrag gelten sollte, untermauerte die deutschen Arbeitsbeziehungen jahrzehntelang. Nur die spezifischste und relevanteste Vereinbarung (Tarifeinheit) könnte die Mitarbeiter eines Betriebs gleichzeitig erfassen.

Diese Praxis bedeutete, dass in Unternehmen mit sich überschneidenden Tarifverträgen nur die von der Mehrheitsgewerkschaft geschlossene Vereinbarung galt. Im Jahr 2010 entschied das Bundesarbeitsgericht jedoch, dass mehrere Vereinbarungen in einer Einrichtung (Tarifpluralität) gelten könnten. Die Ärzte fordern eine Lohnerhöhung von 30 % und bessere Arbeitsbedingungen mit regelmäßigen Arbeitszeiten und bezahlten Überstunden. Frühere Streikaktionen, darunter ein einwöchiger Ausstand im August 2005, hatten nicht die gewünschte Wirkung. Die Verhandlungen scheiterten an der Sturheit der Arbeitgeber, sagte der Marburger Bund. Der Marburger Bund bietet allen Mitgliedern eine kostenlose Prüfung ihres Arbeitsvertrags an und berät sie in allen arbeitsrechtlichen Fragen kostenlos. Das Leistungsspektrum des Marburger Bundes geht jedoch weit über dieses Angebot hinaus. Weitere Details zu den Vorteilen einer Mitgliedschaft im Marburger Bund finden Sie unter: www.marburger-bund.de/bundesverband/service/der-marburger-bund-beraet Im Juli 2015 reichten mehrere Gewerkschaften Beschwerde beim Bundesverfassungsgericht (BVerfG) ein. Die GDL erklärte, das Tarifeinheitsgesetz sei nicht verfassungsgemäß, da es nur größeren Gewerkschaften den Abschluss eines Tarifvertrags erlage und die Koalitionsfreiheit kleinerer Gewerkschaften verletze. Dennoch trat 2015 das Tarifeinheitsgesetz in Kraft. Bundesministerin für Arbeit und Soziales, Andrea Nahles, argumentierte im Bundestag, das Gesetz sei notwendig, um die deutsche Tarifautonomie zu schützen.