LOADING

Type to search

Muster kaufvertrag pv anlage

Muster kaufvertrag pv anlage

Share

Eine nächste Stufe für die Verbindung von PPA und Post-EEG-Ansätzen zeigt ein umfassender Versorgungsvertrag für deutsche Standorte des Automobilkonzerns Daimler. Das von Statkraft entwickelte Konzept sichert die Gleichzeitigkeit von (Grün-)Stromangebot und industriellem Stromverbrauch. In das Vorhaben will Statkraft Post-EEG-Windenergieanlagen und förderfreie PV-Parks einbinden – das Unternehmen befindet sich hier in Verhandlungen mit Betreibern von Post-EEG-Anlagen im Gigawatt-Leistungsbereich. Durch das nahende Auslaufen des 20-jährigen EEG-Förderzeitraums werden Power Purchase Agreements als neues Geschäftsmodell für zahlreiche „Altanlagen“ befördert. Allein im Bereich der Onshore-Windenergie fallen in den Jahren 2020 bis 2025 Windenergieanlagen mit einer Leistung von rund 16,3 GW aus der gesetzlichen Förderung. Soft- und Hardwareunternehmen wie Google, Facebook und Microsoft haben auch in Europa bereits Power Purchase Agreements mit Erneuerbaren-Anlagen abgeschlossen. Diese Abschlüsse wurden auch in der deutschen Strombranche zur Kenntnis genommen. So ist das PPA keine Unbekannte mehr hierzulande und setzt sich als Finanzierungsmodell für Erneuerbaren-Projekte zunehmend durch. Die Think Tanks Agora Energiewende und Agora Verkehrswende haben im Mai 2019 ein Eckpunktepapier für das Klimaschutzgesetz vorgelegt, in dem sie auch eine Beziehung zwischen einem „zukunftssicheren EEG“ und Power Purchase Agreements aufzeigen. Diese geht unter anderem aus dem für 2030 erklärten Ziel hervor, Erneuerbaren-Projekte marktbasiert zu refinanzieren. Auch auf der Euroforum-Tagung „Post-EEG Vermarktung 2.0“ im November 2019 in Hamburg ging es unter anderem um die Beziehung von PPA und EEG. Tenor: Eine Modifikation des Marktprämiensystems im EEG ist erforderlich, um Power Purchase Agreements für Neuanlagen attraktiver zu machen.

Mit dem Wachstum des Marktes gewinnen auch Plattformen und Dienstleister an Bedeutung, die beide Marktseiten miteinander verbinden. Der Energiekonzern innogy SE stellt nun Teile seines Portfolios an erneuerbaren Energien – rund 770 MW – auf der digitalen Plattform Instatrust von DNV GL zur Verfügung.